Kognitive Verhaltenstherapie

„Was ist Kognitive Verhaltenstherapie?

Aaron T. Beck entwickelte in den frühen 1960er Jahren eine Form der Psychotherapie, die er zunächst „Kognitive Therapie“ nannte. Der Begriff „Kognitive Therapie“ wird inzwischen in den meisten Fällen synonym mit „Kognitive Verhaltenstherapie“ verwendet,…

Beck erarbeitete eine strukturierte, gegenwartsorientierte Kurzzeit-Psychotherapie für Depressionen, die darauf ausgerichtet war, die aktuellen Probleme des Patienten zu bearbeiten und dysfunktionales (ungenaues und/oder nicht hilfreiches) Denken und Verhalten zu verändern (Beck, 1964). Seitdem haben Beck und andere diese Therapieform erfolgreich modifiziert und so bei erstaunlich unterschiedlichen Zielgruppen mit einem großen Spektrum von verschiedenen Störungen und Problemen anwendbar gemacht.

Der Therapeut versucht auf unterschiedliche Arten, kognitive Veränderungen zu erzeugen – Veränderungen im Denken und im Überzeugungssystem des Patienten – , um andauernde Änderungen der Emotionen und des Verhaltens herbeizuführen.

Die Kognitive Verhaltenstherapie wurde an Patienten mit unterschiedlichen Bildungsniveaus und Einkommen, mit verschiedenen kulturellen Hintergründen und Altersstufen, von kleinen Kindern zu älteren Erwachsenen angepasst. Sie wird inzwischen in der Primärversorgung und anderen ärztlichen Einrichtungen, in Schulen und Berufsvorbereitungsprogrammen, in Gefängnissen und viel anderen Settings eingesetzt. Man kann die Kognitive Verhaltenstherapie bei Gruppen, Paaren und Familien anwenden.“

Aus: „Praxis der Kognitiven Verhaltenstherapie“ (2. überarbeitete Auflage 2013), S.19/20, Beltz Verlag

Da ich in meinen Settings den Ansatz der Lösungsorienten Beratung verfolge, haben die Methoden der Kognitiven Verhaltenstherapie einen hohen Stellenwert, um langfristige Verbesserungen im Alltagsleben der Klienten zu erzielen. Insbesondere bei Menschen, die auf dem Weg sind, eine Depression zu überwinden oder nach einem Burnout wieder ins Leben zurückzufinden, bewirkt die Veränderung des dysfunktionalen Denkens eine Stabilisierung der Psyche und eröffnet neue, bessere Möglichkeiten, um das Verhalten der seelischen Kraft anzupassen. Ein ressourcenorientierter Lebensstil wird eingeübt. In erster Linie geht es jedoch darum, Vertrauen ins Leben zurückzuerlangen und Schritt für Schritt zu erfahren, dass wieder Struktur und Sicherheit einkehren.