EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing)
„Eye Movement Desensitization and Reprocessing (EMDR) ist die Bezeichnung für eine psychotherapeutische Methode, die von der amerikanischen Psychotherapeutin Francine Shapiro (Shapiro 1998) entwickelt wurde. Das Grundprinzip von EMDR besteht darin, dass die Person sich gleichzeitig auf eine traumatische (belastende) Erinnerung und die damit verbundenen Gedanken und Körperempfindungen konzentriert, während gleichzeitig die Aufmerksamkeit auf einen äußeren Reiz gelenkt wird.
Ursprünglich glaubte Shapiro, dass die Induktion von schnellen rhythmischen Augenbewegungen entscheidend für die Wirkung des Verfahrens sei. Es zeigte sich aber, dass auch akustische oder taktile Stimulierungen eine ähnliche Wirkung haben; die rechte und die linke Körperseite werden dabei abwechselnd stimuliert. Dennoch wurde EMDR als „Markenname“ beibehalten. …
EMDR ist vor allem geeignet, um traumatische Erlebnisse zu verarbeiten, die sich dem Individuum immer wieder ungewollt aufdrängen und /oder die es versucht zu vermeiden. Posttraumatische Belastungsstörungen sind daher die wichtigste Indikation. Traumatische Phobien, Panikstörungen, pathologische Trauerreaktionen, sowie die psychischen Begleiterscheinungen von schweren Krankheiten können ebenfalls mit EMDR behandelt werden. Traumatische oder stark belastende Erinnerungen spielen oft auch bei anderen Störungen (z. B. Persönlichkeitsstörungen, Suchterkrankungen) eine wichtige Rolle. EMDR kann in diesen Fällen als eine Methode neben anderen im Rahmen eines umfassenden Behandlungsplans eingesetzt werden (Hofmann 2014; Lambrecht 2006). Eine Behandlung mit EMDR ist nicht nur bei Erwachsenen, sondern auch bei Kindern und Jugendlichen möglich.“
Diplom Psychologe Christof T. Eschenröder, Verhaltenstherapiemanual S.131/132, M. Linden und M. Hautzinger Hrsg., Springer-Verlag Berlin, 2015
2017 belegte ich bei Herrn Eschenröder eine Fortbildung zur Methodik des EMDR. Seitdem habe ich etwa 3000 Sitzungen mit EMDR gehalten und überwältigend gute Erfahrungen gemacht: Menschen mit Höhenangst wurden z. B. innerhalb weniger Sitzungen davon frei. Traumatische Erlebnisse in der Kindheit, wie beispielsweise Missbrauch und Gewalt, konnten im Zuge mehrerer EMDR-Sitzungen verarbeitet werden. Auch eine akute Belastungsstörung (z. B. durch einen Verkehrsunfall hervorgerufen) wurde durch EMDR innerhalb von einer Sitzung verarbeitet. Weiterhin eignet sich EMDR sehr gut im Bereich des Coachings, um herausfordernde Situationen besser zu bewältigen oder auch als mentale Vorbereitung für Prüfungen oder schwierige anstehende Gespräche.
EMDR eignet sich für die Verarbeitung von vielerlei seelischen Belastungen sehr gut. Dieses Verfahren greift sehr tief in die Psyche der Klienten ein und wird daher von mir mit äußerster Feinfühligkeit und Sensibilität durchgeführt und geht einher mit Stabilisierungsmaßnahmen für die Seele, wenn das zu bearbeitende Problem dies vorab fordert.
Seit Mai 2024 bin ich von der „Europäischen Gesellschaft für Traumatherapie und EMDR e.V.“ (EGTE) sowie von „The Society of Neuro-Linguistic Programming“ international anerkannter zertifizierter EMDR-Therapeut.

